Dinosaurier, Schnipseljagd, Dolmenkirche und Tintenfischlein in Rotweinsauce

Die Kirche, die Favila, der Nachfolger Pelayos, 737 in der damaligen asturischen Hauptstadt Cangas de Onis errichten ließ, besteht nicht mehr und auch der Nachfolgebau aus dem 17ten Jahrhundert wurde im Bürgerkrieg 1936 zerstört (wie so viele Kirchen!), aber mitten in der neuaufbauten Kapelle verbirgt sich eines der ältesten und schönsten Dolmengräber Nordspaniens, ein Megalithgrab, welches mit Ornamentbändern und sogar Ahnungen von Bemalung außergewöhnlich ist. Neben kulturellen Höhepunkten sollen auch die kulinarischen Großartigkeiten nicht vergessen werden: Ganz in der Nähe des Ferienhauses an der Straße gibt es ein großartiges Fischrestaurant, das mit Spezialitäten wie Meeresfrüchte, verschiedenen Fischsorten aus dem Atlantik und solchen Gaumenfreuden wie Tintenfischlein in Rotweinsauce aufwarten kann. Ganz lecker.

Was die Nachfolger Favilas in späteren Jahrhunderten für das archaische Grab des westgotischen Kriegers hielten, war in Wirklichkeit ein uraltes Steingrab der Ahnen, vielleicht sogar ein Trasgu-Grab, wer weiß. Es scheint, als wären noch nicht alle Untertanen Favilas Christen gewesen und das Steingrab muß eine zentrale Rolle gespielt haben. Denn der Nachfolger Pelayos ließ das Grab nicht zerstören und abtragen, sondern eine Kirche darum errichten, die dem Heiligen Kreuz gewidmet war. Das Grab war somit ein heiliges und christliches Grab. Und doch gab es dieses Werk schon 3000 Jahre lang, bevor Christus auf der Erde erschien

Vor 65 Millionen Jahren hatte Ribadesella noch ganz andere Gäste: Dinosaurier. Deren versteinerte Spuren lassen sich an der Küste gut erkennen, wegen erdgeschichtlicher Verwerfungen scheint es, als wären die guten Dinos die Wände entlang gelaufen. Das sind sie natürlich nicht, auch wenn ihre Spuren jetzt an den Klippen gut sichtbar sind. Ganz andere Spuren hatten wir auf der Schnipseljagd zu verfolgen, die die Kinder mit uns veranstalteten und die mit einem Frühstück auf unseren Steinstrand beendet wurde. Geschichtliches fand sich auch bei einem weiteren Besuch in Cangas de Onis:

Internetlink: Cangas de Onis

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