Und wo liegt Asturien und kann es weh tun?

Nach Pelayo folgten auf dem bald nach Oviedo verlegten Regierungssitz viele Herren, von denen Alfonso II., Ramiro I., Ordoño I. und Alfonso III., der Große, die Erwähnenswertesten sind. Nach Alfonso III. wurde die Hauptstadt des Reiches in die zurückeroberte Stadt León verlegt. Nun hieß das Reich plötzlich León, weitere Ramiros, Alfonsos und Ordoños folgten. Aber Asturiens Herrlichkeit war damit vorbei. Es hatte seine Schuldigkeit getan und die Reconquista war weitergezogen. In den Süden, wo es keinen Nuberu mehr gibt. Seitdem ist Asturien ein verschlafenes Fürstentum, das nur noch 1934 Berühmheit erlangte, als Franco hier seine ersten "Heldentaten" gegen die asturischen Bergarbeiter verüben durfte. Als Rache werden heute noch spanische Straßenschilder überpinselt, damit sich arme (spanische) Touristen in den Bergen verirren, wo der Nuberu schon auf sie wartet. Uns winkte er freundlich weiter, denn wer mag schon die Kinder der Ellernmagd? Nordisches Wassergewächs, schert Euch gefälligst weiter!

Also ich habe die Straßenschilder nicht übermalt, das steht schon mal fest. Für solche Streiche ist höchstens der Diañu Burlón zuständig, der kleine Scherzkeks! Aber was die Könige betrifft, muß ich doch etwas widersprechen: Denn diese regierten nur kurze Zeit in Asturien. Die Xana-Königinnen an den Quellen regieren Asturien seit Beginn der Zeit bis heute. Deshalb ist es ein besonderes Land, von wegen verschlafenenes Fürstentum, wer einmal die rauschenden Sidre-Parties an den Gebirgsquellen mitgemacht hat, so wie ich, und sich an die vollen Brüste der Xanas gekuschelt hat, der weiß, wovon ich rede. In Asturien ist sogar der Braunbär los. Ganz heftig!

Internetlinks:
Asturien allgemein
Die Regierung des Fürstentums
Asturische Könige
Die Mauren in Spanien


Asturien liegt an der Nordküste Spaniens, eingeklemmt zwischen den gleichfalls autonomen Regionen Cantabrien im Osten und Galicien im Westen. Es zählt zum "grünen Spanien" und hat heute den Status eines Principats Asturias, Fürstentum Asturien. Aber einst, ob ihr es glaubt oder nicht, begann hier an der Küste und in den Bergen die Geschichte eines Landes, das heute Spanien heißt. Und weh getan hat es zumindest der unvorsichtigen Reitertruppe von kriegerischen Arabern, die vorhatten, auch das letzte grüne Tal der iberischen Halbinsel zumindest zu besuchen. Wahrscheinlich kamen sie aus dem bereits besetzten Galicien und waren die Küste entlang vorgedrungen. Das war so um 718 oder 722, die Jungs waren schon sehr entsetzt, als sie die unwegsamen Spitzen der Picos de Europa sahen. Als ihnen dann noch der tapfere Westgote Pelayo und seine 300 Mannen klarmachten, daß sie zwar ganz Spanien besetzen können, aber das Tal von Covadonga nicht, da humpelten die geschlagenen Araber wieder nach Hause und ein Königreich war geboren, das seine erste Hauptstadt in dem unbesetzten Tal erhielt, Cangas de Onis nämlich, das sich heute der ständigen Belagerung von Touristen tapfer mit gutgerüsteten Souvenirläden erwehrt, und sich nach dem in den Bergen lebenden Volkstamm Königreich Asturien nannte.

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